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Dienstag, 22. Juni 2010

HORIZONT.NET: Studie: Markenwert von #BP rutscht um 1 Milliarde US-Dollar ab

Das Image des Mineralölriesen befindet sich im freien Fall 

Das Image des Mineralölriesen befindet sich im freien Fall

Um eine Milliarde US-Dollar ist der Markenwert von BP seit der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko am 22. April gesunken. Zu diesem Urteil kommen die US-Technologie-Analysten von General Sentiment. Seit Juni habe die Marke pro Tag 32 Millionen US-Dollar an Wert eingebüßt.
 
Die Marken-Reputation befinde sich im freien Fall, sagt General Sentiment CEO Greg Artzt. Als Marke werde sich BP von diesem Schlag womöglich nie völlig erholen, so der Analyst. Grundlage für die Berechnung sind die Meinungen zum Konzern in Nachrichtenkanälen als auch in Social Media.
 
Eine schnelle Erholung scheint nicht in Sicht. "Eine solche Katastrophe hat weltweit drastische Auswirkung auf die Marke, und zwar über Jahrzehnte", zitieren Schweizer Medien, der Berater der Markenagentur Interbrand Nik Stucky. Interbrand bezifferte den Markenwert von BP 2009 noch mit 3,7 Milliarden US-Dollar. Im BrandZ-Index von Millward Brown erreichte BP vor der Katastrophe einen Wert von 17,28 Milliarden US-Dollar.
 
BP versuchte zuletzt unter anderem mit gekauften Suchbegriffen bei Google und Co seine Imageprobleme einzugrenzen. Auch ein TV-Spot sollte das Vertrauen der Bevölkerung zurückgewinnen. Allerdings mit wenig Erfolg, wie eine Auswertung des Werbeforschers Ace Metrix zeigt.
 
Eine Untersuchung von Interactive Labs belegt gleichfalls, dass es BP nicht gelungen ist, den Geräuschpegel im Web einzudämmen. Beispielsweise zeigt das Buzz Volume, quasi der Geräuschpegel der Wortmeldungen im Web, rund um die Begriffe BP und Ölpest ein verstärktes Diskussionsaufkommen am 12. und 14. Juni 2010 im Vergleich zum restlichen Monat. Damals gab es unter anderem massive Kritik von Seiten der US-Regierung an BP - samt entsprechender Resonanz im Web. "BP mangelt es an einem strategisch angesetzten Reputationsmanagement. Die offiziellen Informationen zurückzuhalten, war und ist in diesem Fall genau der falsche Weg und hat dem Konzern zusätzlich geschadet", bewertet Interactivelabs-Gründer Thorsten A. Gropp die Ergebnisse.
 
Laut der britischen Search-Marketing-Agentur Greenlight sind 95 Prozent der Ergebnisse auf Suchmaschinenseiten "zynisch" und "sehr negativ". Weiterhin belegen zahlreiche Youtube-Clips das Ausmaß der Katastrophe. Hinzu kommen Spott und Häme. So zeigt ein Clip (BP spills Coffee), wie das Unternehmen reagieren würde, wenn Kaffee auf einem Tisch verschüttet wird. Der Film erreicht allein bei Youtube inzwischen über 6 Millionen Views. ork
 
Der Imageverlust von BP (anklicken zum Vergrößern)

Der Imageverlust von BP (anklicken zum Vergrößern)

 

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Sonntag, 18. April 2010

Migrantenstudie des Bundes: Türken haben die größten Integrationsprobleme

Migrantenstudie des Bundes

Türken haben die größten Integrationsprobleme

Migranten in Berlin: Jeder Fünfte spricht nur mangelhaft Deutsch

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Migranten in Berlin: Jeder Fünfte spricht nur mangelhaft Deutsch

Rund 6,8 Millionen Ausländer leben in Deutschland - und der Großteil von ihnen ist gut integriert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Bundes. Sie zeigt auch: Die größten Probleme haben die Türken.

Berlin - Die Mehrzahl der rund 6,8 Millionen in Deutschland lebenden Ausländer ist einer Studie zufolge gut integriert. Die meisten Befragten beherrschten die deutsche Sprache so gut, "dass sie das alltägliche Leben in Deutschland weitgehend problemlos bewältigten", heißt es in der Untersuchung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, aus der die "Welt am Sonntag" zitierte.

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Die Türken haben demnach die größten Integrationsprobleme: Jeder fünfte spricht nur mangelhaft oder gar kein Deutsch. Polen, Griechen, Italiener und mit Abstrichen auch Migranten aus dem ehemaligen Jugoslawien fällt es der Studie zufolge dagegen erheblich leichter, sich in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt einzufügen.

Große Unterschiede wiesen die Gruppen bei der Bildung auf. Fast zwei Drittel der in Deutschland lebenden Polen und 60 Prozent der Griechen besitzen eine mittlere oder hohe Schulbildung. Bei Italienern und Migranten aus dem früheren Jugoslawien liegt diese Quote nur bei rund 44 Prozent, und unter den Türken verfügten lediglich 41 Prozent über einen solchen Bildungsstand. Gleichzeitig seien die hier lebenden Türken unter den Analphabeten mit gut sieben Prozent stark überrepräsentiert.

Soziale Unterschiede

Auch die sozialen Unterschiede seien erheblich: Mehr als 15 Prozent der Türken, aber nur 7,6 Prozent der Griechen lebten von Hartz IV. Differenzen zeigten sich auch bei den Deutschkenntnissen: Jeder fünfte Türke, aber nur jeder 17. Italiener oder jeder zehnte Pole beherrschte die deutsche Sprache mangelhaft oder gar nicht.

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Die Hälfte der Türken pflegt laut Studie zudem keine häufigen Kontakte zur deutschen Bevölkerung. Der Großteil der Italiener und der Migranten aus dem früheren Jugoslawien gab hingegen an, mehrmals in der Woche freundschaftliche Kontakte zu Deutschen zu haben. Die Studie wurde im Auftrag des Bundesinnenministeriums erstellt.

Für den türkischstämmigen Grünen-Chef Cem Özdemir bestätigt die Studie die bereits bekannten Integrationsdefizite der Türken. Als positiv bewertete er in der "Welt am Sonntag" den erkennbaren Bildungsaufstieg zwischen den Generationen.

Der Anteil derer mit keinem oder niedrigem Bildungsabschluss sei allerdings nach wie vor viel zu hoch, monierte er. Die Integrationsbeauftragte des Bundes, Maria Böhmer (CDU), sieht einen möglichst hohen Bildungsgrad ebenfalls als das entscheidende Kriterium für erfolgreiche Integration an. "Nicht nur für die türkischen, sondern für alle Migranten in unserem Land gilt: Nur gute Deutschkenntnisse, ein Schulabschluss sowie eine fundierte Ausbildung eröffnen die Chancen für eine erfolgreiche Zukunft."

phw/apn

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