Mittwoch, 28. Oktober 2009
Social Media hat Werber erreicht #socialmedia
Mitarbeiter von PR-Agenturen sind im Umgang mit Social Media deutlich fitter als ihre Kollegen in den Pressestellen von Unternehmen und Behörden. Dies geht aus dem neuen PR-Trendmonitor hervor, den regelmäßig die Faktenkontor GmbH, Hamburg, vorlegt.
Auf die Frage "Was halten Sie von Social Media Press Releases oder Social Media Newsrooms?“ konnten über 24 Prozent der Agenturleute antworten, dass sie diese Instrumente bereits nutzen. Bei den Pressestellen waren es nur knapp zehn Prozent. 35,4 Prozent der PR-Leute beschäftigen sich bereits mit den genannten Social-Media-Tools, während es in den Pressestellen nur 28,5 Prozent tun.Ganz ahnungslos in Sachen Social Media ("Sagt mir nichts“) zeigten sich 21,6 Prozent der Pressestellen-Leute (Agenturen: 13,3 Prozent).
Auch bei der Nutzung von Web-2.0.-Anwendungen haben die Agenturmenschen die Nase vorn: Über 86 Prozent von ihnen halten einen Account bei Xing, knapp über 57 Prozent bei Facebook, und 47 Prozent von ihnen twittern. Die Werte der Presseleute liegen jeweils deutlich darunter.
Bei der "allgemeinen Zufriedenheit“ mit dem Job aber liegen die Angestellten der Pressestellen vorn: 58,6 Prozent sind mit ihrer Arbeit zufrieden – bei den PR-Leuten sind es knapp 54 Prozent. Für die Studie wurden 1359 Fach- und Führungskräfte befragt.
Facebook führt künftig auch Profile von Verstorbenen
Gedenken im Web 2.0. Fortan soll es möglich sein, Facebook-Profile von verstorbenen Mitgliedern zu erhalten. Diese "Erinnerungs-Profile" könnten ein Ort sein, an dem Menschen ihre Erinnerungen an den Verstorbenen teilten, so Facebook-Sicherheitsdirektor Max Kelly im Firmenblog. Freunde könnten auf diesen Profilseiten weiterhin Nachrichten hinterlassen; Zugang sollten aber nur jene Nutzer haben, die vor dem Ableben des Facebook-Teilnehmers bereits als Freunde mit dem Profil verlinkt waren.
Um ein Mitglieder-Profil eines Verstorbenen zu ändern, können Angehörige ein spezielles Formular nützen. Darin werden persönliche Daten abgefragt. So soll gewährleistet werden, dass auch wirklich nur enge Kontakte den Status des Profils ändern können.
Social Networks: Nutzer wollen einfachere Lösungen #socialmedia
Social Networks: Nutzer wollen einfachere Lösungen
Frust bei den Nutzern sozialer Netzwerke. Sie wollen einfachere Lösungen und plattformübergreifende Dienste. Zu diesem Ergebnis kommt eine europäischen Studie von Vanson Bourne im Auftrag von Critical Path. Von den 3.000 befragten Nutzern empfinden 75 Prozent das Aktualisieren ihrer Kontakte auf ihren genutzten Social Network-Plattformen als frustrierend. 82 Prozent wünschen eine Lösung, die ihre gesamten Adressbücher untereinander synchronisiert. 78 Prozent wollen ganz allgemein eine einfach zu nutzende Lösung. Die Studie stellt außerdem heraus, dass sich die Mehrheit der Befragten eine automatische Aktualisierung der Kontaktdaten ihrer „Freunde“ in den verschiedenen Netzwerken wünscht, sobald sich diese ändern. Das Studienergebnis kommt Critical Path als Anbieter von Messaging Applications durchaus gelegen. Die Untersuchung wurde von Vanson Bourne im August 2009 durchgeführt. Die Studie wurde in sechs europäischen Ländern (Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Schweiz und Schweden) durchgeführt. Insgesamt wurden 3.000 Konsumenten im Alter ab 16 Jahren befragt. ork
Freitag, 23. Oktober 2009
Ehrgeizige Agenda für das Montagstreffen zwischen Jack Wolfskin CEO Manfred Hell, Ralf Schwartz und Kühl-v.Puttkamer (werbeblogger.de)
I – Wir haben versucht, Herrn Wolfskin am Telefon folgendes zu vermitteln:
1 – Wir stehen hier vor nicht mehr und nicht weniger als einem Paradigmen-Wechsel für Jack Wolfskin!Wir sollten nicht mehr darüber nachdenken, was wir gegenüber der Vergangenheit aufgeben, sondern was wir heute gegenüber der Zukunft gewinnen können.Jack Wolfskin wird die Marke, die Markenführung vollkommen neu denken müssen – das ist der Paradigmen-Wechsel, und den müssen wir heute immer, bei jeder Entscheidung im Hinterkopf haben.2 – Die Welt hat sich durch Digitalisierung, Internet und Mobilität in eine Partizipations-Gesellschaft verwandelt, die im Internet und der Blogosphäre vollzogen ist!Die Menschen sind unabhängiger, individueller und ungeduldiger!3 – Heute durchschauen die Menschen die Absichten hinter den Masken und Symbolen weitaus schneller und wehren sich. Heute haben sie mit dem Internet die Stimme, das Publikum und die Mittel dazu.
4 – Die klassischen Medien engagieren sich schneller als noch gestern, denn auch sie erkennen die Massen, die schnell hinter einer relevanten und sinnvollen Bewegung stehen. Und das ist auch gut so.
5 – Wir brauchen Montagabend greifbare Ergebnisse!Idealerweise sind schon die dringendsten Maßnahmen als vollzogen zu berichten! Es gibt keinen Aufschub und keine Symboliken!II – Darüberhinaus umfaßte unsere (Hidden) Agenda für Montag die in der Sphäre zurecht genannten Punkte zum aktuellen Thema:
A – für die Damen und Dawanda- Trennung der Spreu vom Weizen bei den Abmahnungen- Rücknahme der Abmahnungen an die Damen und Dawanda- Persönliche Entschuldigung bei den Damen- Keine Abmahn-Kosten für Damen bzw. Dawanda- Wiederherstellung der Shops durch Dawanda / Kosten von Wolfskin zu übernehmen- Umsatzausfall und Anwaltskosten werden von Wolfskin übernommen- Wiedergutmachung der ’schlaflosen Nächte’ innerhalb der gesamten FamilienB – für die von Jack Wolfskin insgesamt Abgemahnten- Ernennung eines neuen Markenrecht-Anwaltes- Etablierung eines neuen und transparenten Markenschutz-Überwachungsprozesses- Etablierung eines neuen und transparenten Abmahnprozesses- Aufrollen der Abmahnungen dieses Jahres / der letzten JahreC – für die JW-Markenführung der Zukunft- Aufgabe des überzogenen Tatzenmmarken-Schutzes- neuer Ansatz in der (kommunikativen) Markenführung- Überprüfung von Nachhaltigkeit, ProduktionsmethodenD – für das Markenrecht insgesamt und in Zukunft- Initiierung eines neuen Markenrechts / Prozesse / Gesetze- Optimierung der Abmahnpraxis auf gesetzlicher Ebene (Pfoten, etc. sind nicht schützbar) (keine Kosten bei Abmahnungen von Kleinstbetrieben)- Initiierung einer ePetition zum ThemaWir wissen, wir können nicht die Welt retten, wir können nur das Bewußtsein schaffen! Der Rest muß aus der Blogosphäre und dem Volke kommen, wenn das Unternehmen nicht nachhaltig, weise und einsichtig denkt und handelt.
Ein aktuelles Treffen am kommenden Montag entbehrt nun zunächst jeder Grundlage; gerne erwarten wir aber Ihre neuen Vorschläge, Herr Hell.
Werbeblogger.deRoland Kühl-v.Puttkamer / Ralf SchwartzHier nun der Wortlaut der Pressmitteilung:
Jack Wolfskin reagiert auf Kritik beim Vorgehen zumMarkenschutzIdstein, 23. Oktober 2009 – Die zum Teil heftigen Reaktionen im Internet auf das Vorgehen von Jack Wolfskin in Fällen von Markenrechtsverletzungen führen zu einem Einlenken des Unternehmens. Gegen die zehn Anbieter, die Produkte mit Tatzen-Design auf der Plattform DaWanda.de verkauft hatten und daraufhin von Jack Wolfskin abgemahnt wurden, werden keine weiteren rechtlichen Schritte mehr verfolgt.„Der Schutz unserer Marke hat für uns oberste Priorität“, sagt Manfred Hell, Geschäftsführer von Jack Wolfskin. „Wir sind immer bemüht, mit Augenmaß und nur dort vorzugehen, wo wir unsere Schutzrechte wirklich gefährdet sehen. Die zum Teil heftige Kritik unserer Kunden in den aktuellen Fällen der DaWanda-Anbieter nehmen wir ernst und zum Anlass, unser Vorgehen kritisch zu hinterfragen. Dies bedeutet, dass wir mit dem Entfernen der betroffenen Produkte von der Internetplattform die Fälle als erledigt ansehen, keine weiteren rechtlichen Schritte verfolgen und den Anbietern die vor allem kritisierten Kosten erlassen.“Darüber hinaus wird Jack Wolfskin sein Vorgehen in Fällen von kleingewerblichen Angeboten verändern. Hier wird das Unternehmen in Zukunft zunächst auf anwaltliche Schritte verzichten und selbst Kontakt aufnehmen. Kommt es zu einer Einigung, sollen Kosten möglichst ganz vermieden werden. Anwaltliche Hilfe soll inZukunft erst ein letzter Schritt sein. Weiterhin sagt Manfred Hell: „An der großen Emotionalität, mit der die Debatte geführt wurde, sehen wir, wie hoch die Erwartungshaltung an uns ist. Dem wollenwir gerecht werden. Wir haben uns der Kritik gestellt, unser Vorgehen kritischdurchleuchtet und werden in Zukunft sensibler agieren.“Pressekontakt:JACK WOLFSKINAusrüstung für Draussen GmbH & Co. KGaALimburger Str. 38-4065510 IdsteinTel.: 06126 / 954-445Fax: 06126 / 954-169e-Mail: presse@jack-wolfskin.comSchlagworte (Tags): jack wolfskinvia werbeblogger.de
Logo-Streit: Jack Wolfskin rudert nach PR-Gau zurück - (via computerwoche.de)
Der Spezialist für Outdoor-Kleidung Jack Wolfskin hatte zehn Anbieter abgemahnt, die Produkte mit Tatzen-Design auf der Plattform DaWanda.de verkauft hatten. Das Unternehmen, das so seine Markenrechte zu schützen hoffte, sah sich heftigen Angriffen aus dem Web ausgesetzt und will nun keine rechtlichen Schritte mehr verfolgen. (Siehe Beitrag: "Jack Wolfskin zeigt die Tatzen")
"Der Schutz unserer Marke hat für uns oberste Priorität", sagt Manfred Hell, Geschäftsführer von Jack Wolfskin, in einer Presserklärung. "Wir sind immer bemüht, mit Augenmaß und nur dort vorzugehen, wo wir unsere Schutzrechte wirklich gefährdet sehen. Die zum Teil heftige Kritik unserer Kunden in den aktuellen Fällen der DaWanda-Anbieter nehmen wir ernst und zum Anlass, unser Vorgehen kritisch zu hinterfragen. Dies bedeutet, dass wir mit dem Entfernen der betroffenen Produkte von der Internetplattform die Fälle als erledigt ansehen, keine weiteren rechtlichen Schritte verfolgen und den Anbietern die vor allem kritisierten Kosten erlassen."
Das Unternehmen will nun auch grundsätzliche Konsequenzen ziehen. Wo kleingewerbliche Angebote möglicherweise gegen Markenrecht verstoßen, soll künftig zunächst auf anwaltliche Schritte verzichtet und stattdessen das Gespräch gesucht werden. Kommt es zu einer Einigung, sollen Kosten möglichst ganz vermieden werden. Anwaltliche Hilfe soll erst ein letzter Schritt sein.
Manfred Hell macht aus der PR-Not eine Tugend: "An der großen Emotionalität, mit der die Debatte geführt wurde, sehen wir, wie hoch die Erwartungshaltung an uns ist. Dem wollen wir gerecht werden. Wir haben uns der Kritik gestellt, unser Vorgehen kritisch durchleuchtet und werden in Zukunft sensibler agieren." (hv)
