Mittwoch, 14. April 2010

Zeitungskrise: US-Journalisten fürchten den eigenen Untergang

Von Christian Stöcker

Laptop, Zeitung: US-Zeitungsmacher sehen das Ende nahen, wenn sich nichts ändert
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Corbis

Laptop, Zeitung: US-Zeitungsmacher sehen das Ende nahen, wenn sich nichts ändert

So apokalyptisch war die Stimmung unter US-Medienmachern selten. Mehr als die Hälfte der Befragten in einer Studie unter Zeitungsjournalisten gibt dem eigenen Haus nur noch zehn Jahre oder weniger - wenn sich nicht neue Geldquellen auftun. Die aber sind nicht in Sicht: Die Magazin-Erlöse etwa gingen erneut zurück.

Es ist zu vermuten, dass Google-Chef Eric Schmidt Dinge oft nicht so meint, wie sie am Ende klingen. Am Sonntag sprach Schmidt vor Menschen, die sein Unternehmen wenn nicht hassen, so doch mindestens mit Argwohn betrachten: Den Chefs von US-Zeitungen bei der Tagung der American Society of News Editors. Dort dachte er laut über Lösungsmöglichkeiten für die Probleme der US-Medienbranche nach und sagte unter anderem: "Wir haben ein Geschäftsmodell-Problem. Wir haben kein Nachrichtenproblem."

Als ob das nicht jedem Journalisten und Verlagsmanager klar wäre. Wie tief die Erkenntnis aber sitzt, dass das Geschäftsmodell der Zeitungen insbesondere in den USA einen vermutlich irreparablen Schaden hat, zeigt eine aktuelle Umfrage unter Journalisten: 54 Prozent der befragten Zeitungsleute sagen, ihre Unternehmen würden noch höchstens zehn Jahre überleben, wenn man nicht bedeutsame neue Umsatzquellen anzapfe, 31 Prozent gaben ihren Arbeitgebern sogar nur noch fünf Jahre, einige noch weniger. Welche Umsatzquellen das sein sollen, da ist man sich augenscheinlich aber nicht so sicher.

 

Die Autoren der Studie formulieren es so: "Es bildet sich ein gewisser Konsens, dass die Nachrichtenbranche, um zu überleben, mehr tun muss, um neue Erlösmodelle zu entwickeln, nicht nur darauf warten, dass konventionelle Display- und Banner-Werbung wächst." Befragt wurden insgesamt 353 Führungskräfte aus Zeitungen, Rundfunk und TV, die Ergebnisse präsentiert Pew aber unter anderen nach Mediengattung unterteilt.

Was die Studie auch deutlich macht: Gerade die Zeitungsmacher sind heute mehrheitlich überzeugt, dass kostenfreie Nachrichtensites im Rückblick betrachtet ein fataler Irrweg waren. 59 Prozent sagen der Studie zufolge heute: "Wir hätten von vorneherein für Inhalte Geld verlangen sollen." Das versäumt zu haben sei "der dominante" (27%) oder "ein wesentlicher" (32%) Faktor, der für die Herausforderungen von heute verantwortlich sei.

Sehr unbeliebte Modelle: Spenden, Geld von Aggregatoren

Die eigenen Angebote jetzt hinter einer Bezahlwand zu verstecken, halten trotzdem nicht alle für eine gute Idee, nicht einmal die Mehrheit. Nur 13 Prozent der befragten Zeitungsmacher nannten Abo-Modelle fürs Netz "einen wesentlichen Teil unserer Bemühungen", fünf Prozent sprachen von "einem kleinen Teil", während 58 Prozent Bezahlschranken zwar erwogen, aber keine Schritte zur Umsetzung unternommen haben. Ob Bezahl-Nachrichtenseiten in drei Jahren nennenswerte Anteile ihrer Erlöse liefern würden, beantworteten 23 Prozent der Zeitungsleute mit "Ja". Noch deutlich unpopulärer sind jedoch andere Modelle - etwa Spenden (zwei Prozent der Zeitungsleute) oder Gebühren von Aggregatoren wie Suchmaschinen (elf Prozent der Zeitungsleute).

Neue Nahrung für die Depression einer ganzen Branche bieten auch neue Zahlen aus dem Bereich der Magazinpresse in den USA, zur Verfügung gestellt vom Verband der Magazinverlage. Im ersten Quartal 2010 wurden 9,4 Prozent weniger Anzeigenseiten bezahlt als im Vorjahresquartal. Und das war schon schlimm: Denn Anfang 2009 waren die Anzeigenverkäufe schon um fast 26 Prozent eingebrochen. Die Umsätze gingen dabei nicht ganz so dramatisch zurück: Im ersten Quartal 2010 brachten Magazin-Anzeigen demnach 3,9 Prozent weniger ein als im Vorjahreszeitraum. Der Gesamtumsatz für die drei Monate ist immer noch beachtlich: Gut vier Milliarden Dollar. Gejammert wird also auf hohem Niveau - und viele Magazine konnten sogar rasantes Wachstum verzeichnen, "Martha Stewart Weddings" etwa warb 77 Prozent mehr Anzeigen ein, der "Scientific American" gut 33 Prozent und "Wired" immerhin gut elf Prozent.

Das Internet macht alles schlechter, auch den Journalismus?

Die Depression der US-Branche geht aber über schlechte Zahlen hinaus, glaubt man den Zahlen, die Pews "Excellence in Journalism"-Projekt ermittelt hat. 58 Prozent der befragten Zeitungsleute und TV- und Rundfunkmanager sind demnach nämlich der Meinung, der Journalismus in den USA sei "in die falsche Richtung unterwegs". 62 Prozent sagten, das Internet habe journalistische Werte verändert. Und wie diese Veränderung wahrgenommen wird, ist ziemlich eindeutig: Standards würden gelockert, glauben 65 Prozent der Befragten, 30 Prozent diagnostizieren, durch das Internet habe die Betonung von Schnelligkeit im Nachrichtengeschäft zugenommen.

 

Die Frage, das ist hier nicht unwesentlich, war offen gestellt - die Befragten schrieben nur nieder, was ihnen eben einfiel zum Einfluss des Internets auf den Journalismus. Auf beunruhigende Weise erhellender sind denn auch weniger die Antworten, die häufig gegeben wurden - sondern die Veränderungen, die den wenigsten in den Sinn kamen. Dass das Netz dem Journalismus mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit geben könnte etwa, schrieben nur zwei Prozent der Befragten auf, nur fünf Prozent nannten die gewachsenen Möglichkeiten, mit den eigenen Lesern oder Zuschauern in Kontakt zu treten. Ebenfalls nur einem Prozent (drei Prozent der Zeitungsmacher) fiel ein, dass das Internet generell mehr Zugang zu Nachrichten und Information erlaubt.

 

Das wäre, hätte man Eric Schmidt gefragt, wahrscheinlich weiter vorne auf der Liste gelandet. Bei der Tagung der Society of News Editors sagte Schmidt auch: "Die Technologie erlaubt Ihnen, direkt mit Ihren Nutzern zu sprechen." Wirklich gute Ideen, wie der auch von ihm für zentral gehaltene Journalismus künftig finanziert werden soll, hatte aber auch der Google-Chef nicht. Man müsse seinen Lesern dahin folgen, wo sie sind, sagte Schmidt, mit Inhalten für Kindle, iPad oder Android-Handys. Die Verlage würden künftig wohl mit einer Mischung aus Abo-Gebühren und Anzeigenerlösen ihr Geld verdienen.

Schmidts Solidaritätsbekundung dürfte sich für den einen oder anderen im Saal ziemlich hohl geklungen haben: "Wir müssen da zusammen durch."

 

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Zeitungskrise: US-Journalisten fürchten den eigenen Untergang

Von Christian Stöcker

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Laptop, Zeitung: US-Zeitungsmacher sehen das Ende nahen, wenn sich nichts ändert

So apokalyptisch war die Stimmung unter US-Medienmachern selten. Mehr als die Hälfte der Befragten in einer Studie unter Zeitungsjournalisten gibt dem eigenen Haus nur noch zehn Jahre oder weniger - wenn sich nicht neue Geldquellen auftun. Die aber sind nicht in Sicht: Die Magazin-Erlöse etwa gingen erneut zurück.

Es ist zu vermuten, dass Google-Chef Eric Schmidt Dinge oft nicht so meint, wie sie am Ende klingen. Am Sonntag sprach Schmidt vor Menschen, die sein Unternehmen wenn nicht hassen, so doch mindestens mit Argwohn betrachten: Den Chefs von US-Zeitungen bei der Tagung der American Society of News Editors. Dort dachte er laut über Lösungsmöglichkeiten für die Probleme der US-Medienbranche nach und sagte unter anderem: "Wir haben ein Geschäftsmodell-Problem. Wir haben kein Nachrichtenproblem."

Als ob das nicht jedem Journalisten und Verlagsmanager klar wäre. Wie tief die Erkenntnis aber sitzt, dass das Geschäftsmodell der Zeitungen insbesondere in den USA einen vermutlich irreparablen Schaden hat, zeigt eine aktuelle Umfrage unter Journalisten: 54 Prozent der befragten Zeitungsleute sagen, ihre Unternehmen würden noch höchstens zehn Jahre überleben, wenn man nicht bedeutsame neue Umsatzquellen anzapfe, 31 Prozent gaben ihren Arbeitgebern sogar nur noch fünf Jahre, einige noch weniger. Welche Umsatzquellen das sein sollen, da ist man sich augenscheinlich aber nicht so sicher.

 

Die Autoren der Studie formulieren es so: "Es bildet sich ein gewisser Konsens, dass die Nachrichtenbranche, um zu überleben, mehr tun muss, um neue Erlösmodelle zu entwickeln, nicht nur darauf warten, dass konventionelle Display- und Banner-Werbung wächst." Befragt wurden insgesamt 353 Führungskräfte aus Zeitungen, Rundfunk und TV, die Ergebnisse präsentiert Pew aber unter anderen nach Mediengattung unterteilt.

Was die Studie auch deutlich macht: Gerade die Zeitungsmacher sind heute mehrheitlich überzeugt, dass kostenfreie Nachrichtensites im Rückblick betrachtet ein fataler Irrweg waren. 59 Prozent sagen der Studie zufolge heute: "Wir hätten von vorneherein für Inhalte Geld verlangen sollen." Das versäumt zu haben sei "der dominante" (27%) oder "ein wesentlicher" (32%) Faktor, der für die Herausforderungen von heute verantwortlich sei.

Sehr unbeliebte Modelle: Spenden, Geld von Aggregatoren

Die eigenen Angebote jetzt hinter einer Bezahlwand zu verstecken, halten trotzdem nicht alle für eine gute Idee, nicht einmal die Mehrheit. Nur 13 Prozent der befragten Zeitungsmacher nannten Abo-Modelle fürs Netz "einen wesentlichen Teil unserer Bemühungen", fünf Prozent sprachen von "einem kleinen Teil", während 58 Prozent Bezahlschranken zwar erwogen, aber keine Schritte zur Umsetzung unternommen haben. Ob Bezahl-Nachrichtenseiten in drei Jahren nennenswerte Anteile ihrer Erlöse liefern würden, beantworteten 23 Prozent der Zeitungsleute mit "Ja". Noch deutlich unpopulärer sind jedoch andere Modelle - etwa Spenden (zwei Prozent der Zeitungsleute) oder Gebühren von Aggregatoren wie Suchmaschinen (elf Prozent der Zeitungsleute).

Neue Nahrung für die Depression einer ganzen Branche bieten auch neue Zahlen aus dem Bereich der Magazinpresse in den USA, zur Verfügung gestellt vom Verband der Magazinverlage. Im ersten Quartal 2010 wurden 9,4 Prozent weniger Anzeigenseiten bezahlt als im Vorjahresquartal. Und das war schon schlimm: Denn Anfang 2009 waren die Anzeigenverkäufe schon um fast 26 Prozent eingebrochen. Die Umsätze gingen dabei nicht ganz so dramatisch zurück: Im ersten Quartal 2010 brachten Magazin-Anzeigen demnach 3,9 Prozent weniger ein als im Vorjahreszeitraum. Der Gesamtumsatz für die drei Monate ist immer noch beachtlich: Gut vier Milliarden Dollar. Gejammert wird also auf hohem Niveau - und viele Magazine konnten sogar rasantes Wachstum verzeichnen, "Martha Stewart Weddings" etwa warb 77 Prozent mehr Anzeigen ein, der "Scientific American" gut 33 Prozent und "Wired" immerhin gut elf Prozent.

Das Internet macht alles schlechter, auch den Journalismus?

Die Depression der US-Branche geht aber über schlechte Zahlen hinaus, glaubt man den Zahlen, die Pews "Excellence in Journalism"-Projekt ermittelt hat. 58 Prozent der befragten Zeitungsleute und TV- und Rundfunkmanager sind demnach nämlich der Meinung, der Journalismus in den USA sei "in die falsche Richtung unterwegs". 62 Prozent sagten, das Internet habe journalistische Werte verändert. Und wie diese Veränderung wahrgenommen wird, ist ziemlich eindeutig: Standards würden gelockert, glauben 65 Prozent der Befragten, 30 Prozent diagnostizieren, durch das Internet habe die Betonung von Schnelligkeit im Nachrichtengeschäft zugenommen.

 

Die Frage, das ist hier nicht unwesentlich, war offen gestellt - die Befragten schrieben nur nieder, was ihnen eben einfiel zum Einfluss des Internets auf den Journalismus. Auf beunruhigende Weise erhellender sind denn auch weniger die Antworten, die häufig gegeben wurden - sondern die Veränderungen, die den wenigsten in den Sinn kamen. Dass das Netz dem Journalismus mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit geben könnte etwa, schrieben nur zwei Prozent der Befragten auf, nur fünf Prozent nannten die gewachsenen Möglichkeiten, mit den eigenen Lesern oder Zuschauern in Kontakt zu treten. Ebenfalls nur einem Prozent (drei Prozent der Zeitungsmacher) fiel ein, dass das Internet generell mehr Zugang zu Nachrichten und Information erlaubt.

 

Das wäre, hätte man Eric Schmidt gefragt, wahrscheinlich weiter vorne auf der Liste gelandet. Bei der Tagung der Society of News Editors sagte Schmidt auch: "Die Technologie erlaubt Ihnen, direkt mit Ihren Nutzern zu sprechen." Wirklich gute Ideen, wie der auch von ihm für zentral gehaltene Journalismus künftig finanziert werden soll, hatte aber auch der Google-Chef nicht. Man müsse seinen Lesern dahin folgen, wo sie sind, sagte Schmidt, mit Inhalten für Kindle, iPad oder Android-Handys. Die Verlage würden künftig wohl mit einer Mischung aus Abo-Gebühren und Anzeigenerlösen ihr Geld verdienen.

Schmidts Solidaritätsbekundung dürfte sich für den einen oder anderen im Saal ziemlich hohl geklungen haben: "Wir müssen da zusammen durch."

 

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Dienstag, 13. April 2010

"Wert" eines Social Media Fans: 3.60 USD

Value of a 'Fan' on Social Media: $3.60

The findings are based on impressions generated in Facebook's news feed

- Brian Morrissey


adweek/photos/stylus/109184-FacebookL.jpg
Brands have rushed to Facebook to build fan bases, with some amassing millions of connections. The nagging question has been: What is the monetary value of these fans?

  Social media specialist Vitrue, which aids brands in building their customer bases on social networks, tried to put a media value on such communities.

The firm has determined that, on average, a fan base of 1 million translates into at least $3.6 million in equivalent media over a year.

  The company's findings are based on impressions generated in the Facebook news feed, the stream of recent updates from users' networks.

Vitrue analyzed Facebook data from its clients -- with a combined 41 million fans -- and found that most fans yielded an extra impression. That means a marketer posting twice a day can expect about 60 million impressions per month through the news feed.

"It's important to understand that once you build that fan base, you want to make sure you're leveraging it," said Michael Strutton, chief product officer at Vitrue.

  Not all brands are created equal. Vitrue found wildly divergent impression-to-fan ratios. Some marketers generated just .44 impressions per fan, while another saw 3.6 impressions. Strutton chalked that up to sexier brands having more engaged connections, giving them access to the news feed more often. The impressions are not unique.

  Vitrue arrived at its $3.6 million figure by working off a $5 CPM, meaning a brand's 1 million fans generate about $300,000 in media value each month. Using Vitrue's calculation, Starbucks' 6.5 million fan base -- acquired in part with several big ad buys -- is worth $23.4 million in media annually.

  "It helps [marketers] justify the spend they're making, especially in acquiring a fan base and engaging that fan base," Strutton said.

  Of course, the figures don't include perhaps the most powerful incentive for brands building fan bases: social customer-relationship management. Marketers often use their Facebook hubs to inform fans of new products, services and promotions.

  "When you start to [add] engagement value, it goes higher," said Strutton. "We were trying to get an easy-to-understand valuation terminology."

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Samstag, 3. April 2010

Radio-Power: Aprilscherz erreichte jeden 3. Bundesbürger ab 10 Jahren #Radio #Aprilscherz #Emailporto #Gmx #Web.de

Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der Radiozentrale, legte Hörer mit Aprilscherz rein.
Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der Radiozentrale, legte Hörer mit Aprilscherz rein.

Radio-Aprilscherz veräppelt bundesweit Hörer

veröffentlicht am 01.04.2010 um 15:28 Uhr · Medien · Artikel

Erfolgreiche Kampagne der Berliner Radiozentrale: Mit einer konzertierten Aprilscherz-Aktion erreichten 57 Radiosender aus ganz Deutschland jeden dritten Bundesbürger ab zehn Jahren.

Ab sechs Uhr früh verbreiteten private und öffentlich-rechtliche Radiostationen den Aufreger: Von Juni werde für jede E-Mail ein Porto von einem Cent fälllig. Internetfirmen und viel genutzte Free-Mail-Anbieter wie GMX und Web.de machten bei der Aktion mit und ließen ihre Sprecher die angebliche Neuerung im Radio kommentieren.

Die Nachricht, als deren Quelle das vor zwölf Jahren aufgelöste Bundesministerium für Post und Telekommunikation angegeben wurde, verbreitete sich im Internet weiter und hatte zum Aktionsende, nach nur sechs Stunden, jeden dritten Deutschen ab zehn Jahren erreicht. Die eigens installierte Website email-porto.de verzeichnete in dieser Zeit 600.000 Seitenzugriffe und 140.000 Unique Visits.

Für Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der Radiozentrale, hat die Aktion gezeigt, welche "Impulskraft" Radio besitzt: "Der schnelle Reichweitenaufbau, seine Emotionalität, Nähe und Glaubwürdigkeit macht Radio auch zum Aktivierungsturbo für die Werbewirtschaft."

via wuv.de

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Donnerstag, 1. April 2010

Aprilscherze in den Medien #google #facebook #apple #burda #zenithmedia #stroeer #horizont

01.04.2010

April April

von David Hein,
Redakteur Medien

HORIZONT.NET präsentiert die besten Aprilscherze


Aus der Rewe-Eigenmarke Ja! wird Nö!

 

Aus der Rewe-Eigenmarke Ja! wird Nö!

Sie kennen das vielleicht aus eigener Erfahrung: Man schleicht morgens noch leicht verschlafen in die Küche oder ins Bad, stellt das Radio an und hört eine leicht seltsame Meldung: E-Mails werden ab sofort kostenpflichtig. 1 Cent pro Mail. Potztausend, denkt man sich, wie soll das denn abgerechnet werden?! Sobald der Kaffee seine Wirkung zeigt, wird man stutzig. War heute nicht was? Klar: 1. April. Nicht schlecht, hr3, habt mich fast drangekriegt. Als Journalist muss man heute doppelt achtsam sein, denn jede Meldung könnte schließlich eine Ente sein. HORIZONT.NET präsentiert die besten Aprilscherze 2010.

 Rewe benennt Eigenmarke Ja! in Nö! um

 Ab sofort finden Kunden von Rewe die Eigenmarke Ja! mit einem neuen Namen in den Regalen. Denn aus Ja! wurde über Nacht Nö! Mehr zahl ich nicht! Mehr: Rewe.de

  
Screenshot zeigt iPad im Online-Shop von Aldi

 Aldi verkauft bereits Smartphones von Samsung, All-in-one-Pc mit Multitouch Demnächst auch das iPad? Ein Screenshot von einer Aldi-Süd-Webseite bietet jedenfalls Anlass zu Spekulationen. Zu sehen ist eine Werbung für das iPad bei Aldi-Süd. Ab Ende April soll es das Apple-Tablet dort geben. Mehr: Off-the-record.de

  

Kein Urlaub an Brückentagen

 Schlechte Nachrichten für Arbeitnehmer: künftig ist es verboten an Brückentagen bezahlten Urlaub zu nehmen! Nach einer Studie des UVWI (Unabhängiges Volkswirtschaftliches Forschungsinstitut) in Berlin richten verlängerte Wochenenden über das Jahr hinweg einen Schaden von rund 2,7 Mrd. Euro an. Mehr auf: SWR1.de 

 
Ab Juni: Porto für E-Mails

 Das Bundesministerium für Post und Telekommunikation wird im Sommer eine Gebühr für E-Mails einführen. Das Porto ist vom Ministerium auf einen Cent für jede verschickte Mail festgesetzt worden. Die Neuregelung gilt ab 1. Juni 2010. Alle Informationen finden Sie unter Email-porto.de. Mehr: hr3.de

 
Google kauft Burda

 Geheimprojekt "Burgle": Der Internetgigant Google steht kurz davor, die Hubert Burda Media zu übernehmen. Wie turi2 aus wohl informierten Kreisen erfahren hat, soll der Kaufbetrag von 3 Milliarden Dollar bereits in der Portokasse am Google-Stammsitz Mountain View bereitliegen. Noch unbestätigt sind Gerüchte, wonach Google dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) die Komplettübernahme der restlichen deutschen Zeitschriften-Branche angeboten haben soll - zu einem Paketpreis von unter 10 Mrd Dollar. Mehr: turi2.de 

 

Guido Westerwelle zieht sich für Tierrechtsorganisation Peta aus

 Da haben sich zwei gesucht und gefunden: FDP-Politiker Westerwelle, der nach Meinung vieler Kritiker an keinem Fettnäpfchen vorbeiläuft, und die um Aufmerksamkeit kämpfende Tierschutzorganisation Peta. Das neueste Peta-Kampagnenmotiv zeigt den FDP-Politiker unbekleidet - als Testimonial für die gute Sache. Mehr: Horizont.net 

 
Zenithmedia steigt aus der klassischen Planung aus

 Zenithmedia, die größte Mediaagentur im VivaKi-Netzwerk, wird zum 15. Juni aus der klassischen Planung aussteigen und von diesem Zeitpunkt an die Markenbotschaften ihrer Kunden ausschließlich über digitale Kanäle kommunizieren. Lanciert wurde die Meldung per Blog von Pressesprecherin Nicole Karepin.

 
Hessen kauft griechische Insel

 Das Land Hessen plant nach hr-Informationen den Kauf einer griechischen Insel. Die Landesregierung will damit das bankrotte Griechenland stützen - und den heimischen Tourismus stärken. SPD und Linke reagierten mit Kopfschütteln. Mehr: HR-Online.de

 
Verkaufsstart des iPad in Gefahr?

 Es ist die größte Blamage in der Geschichte des Unternehmens: Wie aus gut unterrichteten Kreisen des Elektronikkonzerns Apple am Mittwoch in Cupertino zu erfahren war, muss der Verkaufsstart des iPad wahrscheinlich auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Alle 2,5 Millionen Geräte, die bis Ende Mai nach Schätzung von Analysten verkauft worden wären, müssen noch einmal überprüft werden. Ein Journalist des Wall Street Journals, der vorab ein Gerät testen durfte, brachte das Display zum schmelzen. Mehr: FAZ.net

 
Marc Zuckerberg wird Social Media Director von Apple 

 Der App Store auf Facebook war nur der Anfang: Apple hat 24,5 Prozent der Anteile an Facebook gekauft. Im Gegenzug steigt Mark Zuckerberg bei dem Hardwarehersteller als Social Media Director ein und erhält ein Aktienpaket in unbekannter Höhe. Zuckerberg bleibt CEO des Netzwerks, gibt jedoch das Tagesgeschäft an seine Schwester Randi Zuckerberg ab, die bisher fürs Marketing verantwortlich ist. Das teilten die beiden Unternehmen gestern Abend in Cupertino mit. Mehr: Internetworld.de

 

Google benennt sich in Topeka um

 Der Internetkonzern Google ist bekannt für seine Aprilscherze. In seinem Blog meldet der Suchmaschinengigant, man wolle sich in Topeka umbenennen. Damit reagiere man auf man auf die Umbennenung der Gemeinde Topeka in Kansas in Google. Mehr: Google Blog

 
Google will Uran anreichern

 Google has acquired a company that has created a new process for highly efficient isotope separation, we've confirmed from multiple sources. The primary use of this technology, say experts we've spoken with, is uranium enrichment. Enriched uranium is a necessary ingredient in the creation of nuclear energy, and one source we've spoken with at Google says that this is part of the Google Green Initiative. Mehr: Techcrunch.com

 
Erneuter Wintereinbruch in Deutschland

 Der Außenwerber Ströer meldete per Infoscreen: "Wintereinbruch: Es wird richtig saukalt: Morgen zwischen -13 und -17 Grad." Mehr: Infoscreen.de 

 

 

Wie funktioniert Social Bookmarking? --> Artikel posten bei:
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Weitere Nachrichten aus Medien vom 01.04.2010:

Kaiser-Karte: Springer-Manager Würtenberger erwartet Umsatz im "deutlichen Millionen-Bereich"
Unternehmensberater Olavarria: "2 Millionen verkaufte iPads bis 2012"

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Freitag, 19. März 2010

Promis in Fehlbesetzung - Testimonials sind teuer und unbeliebt!

Testimonials sind teuer und unbeliebt. 80 Prozent der Deutschen haben genug von Werbung mit Prominenten. Gute Chancen für PR-Verantwortliche, sich mit schlüssigen Konzepten bei der Etatvergabe wieder mehr Gehör zu verschaffen. Denn die Testimonial-Strategien der Marketing-Abteilungen gehen nicht auf. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Faktenkontor und Toluna. Die Mehrheit der 1.000 befragten Bundesbürger hat große Schwierigkeiten, Produkte und Prominente in der Werbung richtig zuzuordnen. Ein Beispiel: Dieter Bohlen wirbt für Margarine („Becel pro-activ") und ist mit dem Spot zwar häufig auf dem Bildschirm zu sehen. 56 Prozent der befragten Bundesbürger bringen ihn auf einer Liste von zehn Margarine-Produkten jedoch mit anderen Marken in Verbindung oder bezweifeln, dass Bohlen überhaupt für Margarine wirbt. Noch deutlicher wird der Misserfolg bei Mike Krüger („Hagebau"). Nur 31 Prozent konnten hier die richtige Marke nennen. Jeweils ein Zehntel der Bevölkerung assoziieren Krüger mit Obi oder Hornbach. Weiteres wichtiges Ergebnis: Auch die persönliche Kaufbereitschaft der Deutschen wird durch Werbung mit Prominenten nicht erhöht. Mehr als drei Viertel der befragten Bundesbürger geben an, sich von TV-Stars nicht zum Kauf verleiten zu lassen.

 

Quelle: Toluna QuickSurveys 

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Mittwoch, 3. März 2010

Wie messen wir Reichweite in Socia Media? #socialmedia #reichweite #effizienz #smc

Social Media Measurement Summit

Wie messen wir Reichweite in sozialen Netzwerken?

03.03.2010 09:53 tga

Wie messen wir Reichweite in Socia Media? (Foto: istock/malerapaso)

Social Media gehören zu den reichweitenstärksten Angeboten im Internet. Ihre Bedeutung als Marketingkanal trägt dieser Tatsache allerdings kaum Rechnung. Wie man dies durch passende Messmethoden ändern könnte, war das Thema des Social Media Measurement Summit in Berlin.

Wie muss eine Messung in Social Media aussehen, um erfolgreich zu sein? Der Workshop der AG Social Media, an dem rund 50 Vertreter von Publishern, Medienvermarktern, Agenturen und Social-Media-Produzenten teilnahmen, brachte folgende Ergebnisse:

Kompatibilität zu klassischen Messungen

Kennzahlen für Social Media müssen "abwärts-kompatibel" zu klassischen, nicht am Dialog orientierten Messmethoden sein. "Wir sollten nicht versuchen, das Rad neu zu erfinden: Die Kennzahlen, die wir suchen, sollen auch Orientierung an Altbekanntem geben, um das Neues greifbar zu machen", sagte Maren Heltsche, Consultant Medien-Analyse bei Ausschnitt Medienbeobachtung.

Zweistufiges Reichweitenmodell

Ein zweistufiges Reichweitenmodell umfasst zunächst die wie bei klassischen Medien die direkten Kontakte, wird aber erweitert um Kontakte zweiter Ordnung, die in den Konversationen und Dialogen entstehen. Dieses Modell hat die AG Social Media bereits beim Social Media Measurement Summit 2009 vorgestellt.

Vorteile von Tracking- und Panelmethodik

Für die Kontaktmessung gibt es grundsätzlich zwei Methoden: eine Messung durch Tracking oder Hochrechnung aus einem Panel. Der Trackingansatz bietet den Vorteil, dass auch kleinste Reichweiten technisch gemessen werden können. Allerdings setzt er aktive Teilnahme des Publishers voraus, da die Tracking-Tags in die Contentobjekte eingebaut werden müssen. Oliver Pischke, Geschäftsführer der spring GmbH präsentierte diese Methode, bei der jedes einzelne Contentobjekt, etwa ein einzelner Blogeintrag oder Kommentar, automatisch mit einem eindeutigen Tag gekennzeichnet wird, über den dann die Aufrufe getrackt werden.

Besonders problematisch wird der Trackingansatz, wenn die Möglichkeit zur Teilnahme für Publisher stark begrenzt ist, etwa durch hohe Lizenzgebühren oder komplexe technische Komponenten, die sich nicht einfach in gängige Content-Management-Systeme wie Wordpress einfügen lassen. Kleine und unabhängige Publizisten wie zum Beispiel Blogger würden dadurch per se ausgeschlossen. Auch die Zuspielung von Strukturdaten ist nicht unproblematisch.

Der Panelansatz, wie ihn Dirk Lämmerhirt von Nielsen vorstellte, vermeidet diesen Nachteil, da im Panel zunächst die Nutzung aller Webangebote gemessen wird. Die Zielgruppenstruktur kann auch direkt aus dem Panel abgeleitet werden. Um andererseits kleinere Angebote noch valide abbilden zu können, ist ein Panel von enormer Größe erforderlich.

"Mit panel- und webseitenbasierten Ansätzen sowie dem inhaltsbezogenen Monitoring haben wir drei leistungsfähige Herangehensweisen an das Thema Social Media Measurement. Jetzt gilt es, das beste dieser drei als Grundlage für eine neue Onlinewährung zu nutzen", so Benedikt Köhler, Director Digital Strategy & Research bei ethority und stellvertretender Vorsitzender der AG Social Media.

Standardisierung als Grundbedingung

Weitere Kennzahlen zur Qualifizierung des Content, wie etwa Tonalität, oder zur Messung der Aktivität, wie zum Beispiel Intensitätsmaße müssen ebenfalls in Grundzügen standardisiert werden. Werbewirkungsforschung sollte auf diese Kennzahlenstandards aufsetzen.

Sehr wichtig ist die internationale Vergleichbarkeit. Messsysteme, die einem deutschen Sonderweg folgen, sind nicht mehr zeitgemäß und können unter Umständen das Wachstum in diesem jungen Marktsegment behindern.

"Social Media sind heute ein fester Bestandteil von PR und Publizistik", erklärte Jörg Blumtritt, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Social Media. "Solide und allgemein akzeptierte Kennzahlen sind die Grundlage für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Dazu wollen wir mit der AG Social Media unseren Beitrag leisten, indem wir auch die Bedürfnisse der Marktpartner vertreten, die normalerweise nicht in den Branchengremien vertreten sind."

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