Samstag, 3. April 2010

Radio-Power: Aprilscherz erreichte jeden 3. Bundesbürger ab 10 Jahren #Radio #Aprilscherz #Emailporto #Gmx #Web.de

Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der Radiozentrale, legte Hörer mit Aprilscherz rein.
Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der Radiozentrale, legte Hörer mit Aprilscherz rein.

Radio-Aprilscherz veräppelt bundesweit Hörer

veröffentlicht am 01.04.2010 um 15:28 Uhr · Medien · Artikel

Erfolgreiche Kampagne der Berliner Radiozentrale: Mit einer konzertierten Aprilscherz-Aktion erreichten 57 Radiosender aus ganz Deutschland jeden dritten Bundesbürger ab zehn Jahren.

Ab sechs Uhr früh verbreiteten private und öffentlich-rechtliche Radiostationen den Aufreger: Von Juni werde für jede E-Mail ein Porto von einem Cent fälllig. Internetfirmen und viel genutzte Free-Mail-Anbieter wie GMX und Web.de machten bei der Aktion mit und ließen ihre Sprecher die angebliche Neuerung im Radio kommentieren.

Die Nachricht, als deren Quelle das vor zwölf Jahren aufgelöste Bundesministerium für Post und Telekommunikation angegeben wurde, verbreitete sich im Internet weiter und hatte zum Aktionsende, nach nur sechs Stunden, jeden dritten Deutschen ab zehn Jahren erreicht. Die eigens installierte Website email-porto.de verzeichnete in dieser Zeit 600.000 Seitenzugriffe und 140.000 Unique Visits.

Für Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der Radiozentrale, hat die Aktion gezeigt, welche "Impulskraft" Radio besitzt: "Der schnelle Reichweitenaufbau, seine Emotionalität, Nähe und Glaubwürdigkeit macht Radio auch zum Aktivierungsturbo für die Werbewirtschaft."

via wuv.de

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Donnerstag, 1. April 2010

Aprilscherze in den Medien #google #facebook #apple #burda #zenithmedia #stroeer #horizont

01.04.2010

April April

von David Hein,
Redakteur Medien

HORIZONT.NET präsentiert die besten Aprilscherze


Aus der Rewe-Eigenmarke Ja! wird Nö!

 

Aus der Rewe-Eigenmarke Ja! wird Nö!

Sie kennen das vielleicht aus eigener Erfahrung: Man schleicht morgens noch leicht verschlafen in die Küche oder ins Bad, stellt das Radio an und hört eine leicht seltsame Meldung: E-Mails werden ab sofort kostenpflichtig. 1 Cent pro Mail. Potztausend, denkt man sich, wie soll das denn abgerechnet werden?! Sobald der Kaffee seine Wirkung zeigt, wird man stutzig. War heute nicht was? Klar: 1. April. Nicht schlecht, hr3, habt mich fast drangekriegt. Als Journalist muss man heute doppelt achtsam sein, denn jede Meldung könnte schließlich eine Ente sein. HORIZONT.NET präsentiert die besten Aprilscherze 2010.

 Rewe benennt Eigenmarke Ja! in Nö! um

 Ab sofort finden Kunden von Rewe die Eigenmarke Ja! mit einem neuen Namen in den Regalen. Denn aus Ja! wurde über Nacht Nö! Mehr zahl ich nicht! Mehr: Rewe.de

  
Screenshot zeigt iPad im Online-Shop von Aldi

 Aldi verkauft bereits Smartphones von Samsung, All-in-one-Pc mit Multitouch Demnächst auch das iPad? Ein Screenshot von einer Aldi-Süd-Webseite bietet jedenfalls Anlass zu Spekulationen. Zu sehen ist eine Werbung für das iPad bei Aldi-Süd. Ab Ende April soll es das Apple-Tablet dort geben. Mehr: Off-the-record.de

  

Kein Urlaub an Brückentagen

 Schlechte Nachrichten für Arbeitnehmer: künftig ist es verboten an Brückentagen bezahlten Urlaub zu nehmen! Nach einer Studie des UVWI (Unabhängiges Volkswirtschaftliches Forschungsinstitut) in Berlin richten verlängerte Wochenenden über das Jahr hinweg einen Schaden von rund 2,7 Mrd. Euro an. Mehr auf: SWR1.de 

 
Ab Juni: Porto für E-Mails

 Das Bundesministerium für Post und Telekommunikation wird im Sommer eine Gebühr für E-Mails einführen. Das Porto ist vom Ministerium auf einen Cent für jede verschickte Mail festgesetzt worden. Die Neuregelung gilt ab 1. Juni 2010. Alle Informationen finden Sie unter Email-porto.de. Mehr: hr3.de

 
Google kauft Burda

 Geheimprojekt "Burgle": Der Internetgigant Google steht kurz davor, die Hubert Burda Media zu übernehmen. Wie turi2 aus wohl informierten Kreisen erfahren hat, soll der Kaufbetrag von 3 Milliarden Dollar bereits in der Portokasse am Google-Stammsitz Mountain View bereitliegen. Noch unbestätigt sind Gerüchte, wonach Google dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) die Komplettübernahme der restlichen deutschen Zeitschriften-Branche angeboten haben soll - zu einem Paketpreis von unter 10 Mrd Dollar. Mehr: turi2.de 

 

Guido Westerwelle zieht sich für Tierrechtsorganisation Peta aus

 Da haben sich zwei gesucht und gefunden: FDP-Politiker Westerwelle, der nach Meinung vieler Kritiker an keinem Fettnäpfchen vorbeiläuft, und die um Aufmerksamkeit kämpfende Tierschutzorganisation Peta. Das neueste Peta-Kampagnenmotiv zeigt den FDP-Politiker unbekleidet - als Testimonial für die gute Sache. Mehr: Horizont.net 

 
Zenithmedia steigt aus der klassischen Planung aus

 Zenithmedia, die größte Mediaagentur im VivaKi-Netzwerk, wird zum 15. Juni aus der klassischen Planung aussteigen und von diesem Zeitpunkt an die Markenbotschaften ihrer Kunden ausschließlich über digitale Kanäle kommunizieren. Lanciert wurde die Meldung per Blog von Pressesprecherin Nicole Karepin.

 
Hessen kauft griechische Insel

 Das Land Hessen plant nach hr-Informationen den Kauf einer griechischen Insel. Die Landesregierung will damit das bankrotte Griechenland stützen - und den heimischen Tourismus stärken. SPD und Linke reagierten mit Kopfschütteln. Mehr: HR-Online.de

 
Verkaufsstart des iPad in Gefahr?

 Es ist die größte Blamage in der Geschichte des Unternehmens: Wie aus gut unterrichteten Kreisen des Elektronikkonzerns Apple am Mittwoch in Cupertino zu erfahren war, muss der Verkaufsstart des iPad wahrscheinlich auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Alle 2,5 Millionen Geräte, die bis Ende Mai nach Schätzung von Analysten verkauft worden wären, müssen noch einmal überprüft werden. Ein Journalist des Wall Street Journals, der vorab ein Gerät testen durfte, brachte das Display zum schmelzen. Mehr: FAZ.net

 
Marc Zuckerberg wird Social Media Director von Apple 

 Der App Store auf Facebook war nur der Anfang: Apple hat 24,5 Prozent der Anteile an Facebook gekauft. Im Gegenzug steigt Mark Zuckerberg bei dem Hardwarehersteller als Social Media Director ein und erhält ein Aktienpaket in unbekannter Höhe. Zuckerberg bleibt CEO des Netzwerks, gibt jedoch das Tagesgeschäft an seine Schwester Randi Zuckerberg ab, die bisher fürs Marketing verantwortlich ist. Das teilten die beiden Unternehmen gestern Abend in Cupertino mit. Mehr: Internetworld.de

 

Google benennt sich in Topeka um

 Der Internetkonzern Google ist bekannt für seine Aprilscherze. In seinem Blog meldet der Suchmaschinengigant, man wolle sich in Topeka umbenennen. Damit reagiere man auf man auf die Umbennenung der Gemeinde Topeka in Kansas in Google. Mehr: Google Blog

 
Google will Uran anreichern

 Google has acquired a company that has created a new process for highly efficient isotope separation, we've confirmed from multiple sources. The primary use of this technology, say experts we've spoken with, is uranium enrichment. Enriched uranium is a necessary ingredient in the creation of nuclear energy, and one source we've spoken with at Google says that this is part of the Google Green Initiative. Mehr: Techcrunch.com

 
Erneuter Wintereinbruch in Deutschland

 Der Außenwerber Ströer meldete per Infoscreen: "Wintereinbruch: Es wird richtig saukalt: Morgen zwischen -13 und -17 Grad." Mehr: Infoscreen.de 

 

 

Wie funktioniert Social Bookmarking? --> Artikel posten bei:
Twitter

Facebook

Google

LinkedIn



Weitere Nachrichten aus Medien vom 01.04.2010:

Kaiser-Karte: Springer-Manager Würtenberger erwartet Umsatz im "deutlichen Millionen-Bereich"
Unternehmensberater Olavarria: "2 Millionen verkaufte iPads bis 2012"

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Freitag, 19. März 2010

Promis in Fehlbesetzung - Testimonials sind teuer und unbeliebt!

Testimonials sind teuer und unbeliebt. 80 Prozent der Deutschen haben genug von Werbung mit Prominenten. Gute Chancen für PR-Verantwortliche, sich mit schlüssigen Konzepten bei der Etatvergabe wieder mehr Gehör zu verschaffen. Denn die Testimonial-Strategien der Marketing-Abteilungen gehen nicht auf. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Faktenkontor und Toluna. Die Mehrheit der 1.000 befragten Bundesbürger hat große Schwierigkeiten, Produkte und Prominente in der Werbung richtig zuzuordnen. Ein Beispiel: Dieter Bohlen wirbt für Margarine („Becel pro-activ") und ist mit dem Spot zwar häufig auf dem Bildschirm zu sehen. 56 Prozent der befragten Bundesbürger bringen ihn auf einer Liste von zehn Margarine-Produkten jedoch mit anderen Marken in Verbindung oder bezweifeln, dass Bohlen überhaupt für Margarine wirbt. Noch deutlicher wird der Misserfolg bei Mike Krüger („Hagebau"). Nur 31 Prozent konnten hier die richtige Marke nennen. Jeweils ein Zehntel der Bevölkerung assoziieren Krüger mit Obi oder Hornbach. Weiteres wichtiges Ergebnis: Auch die persönliche Kaufbereitschaft der Deutschen wird durch Werbung mit Prominenten nicht erhöht. Mehr als drei Viertel der befragten Bundesbürger geben an, sich von TV-Stars nicht zum Kauf verleiten zu lassen.

 

Quelle: Toluna QuickSurveys 

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Mittwoch, 3. März 2010

Wie messen wir Reichweite in Socia Media? #socialmedia #reichweite #effizienz #smc

Social Media Measurement Summit

Wie messen wir Reichweite in sozialen Netzwerken?

03.03.2010 09:53 tga

Wie messen wir Reichweite in Socia Media? (Foto: istock/malerapaso)

Social Media gehören zu den reichweitenstärksten Angeboten im Internet. Ihre Bedeutung als Marketingkanal trägt dieser Tatsache allerdings kaum Rechnung. Wie man dies durch passende Messmethoden ändern könnte, war das Thema des Social Media Measurement Summit in Berlin.

Wie muss eine Messung in Social Media aussehen, um erfolgreich zu sein? Der Workshop der AG Social Media, an dem rund 50 Vertreter von Publishern, Medienvermarktern, Agenturen und Social-Media-Produzenten teilnahmen, brachte folgende Ergebnisse:

Kompatibilität zu klassischen Messungen

Kennzahlen für Social Media müssen "abwärts-kompatibel" zu klassischen, nicht am Dialog orientierten Messmethoden sein. "Wir sollten nicht versuchen, das Rad neu zu erfinden: Die Kennzahlen, die wir suchen, sollen auch Orientierung an Altbekanntem geben, um das Neues greifbar zu machen", sagte Maren Heltsche, Consultant Medien-Analyse bei Ausschnitt Medienbeobachtung.

Zweistufiges Reichweitenmodell

Ein zweistufiges Reichweitenmodell umfasst zunächst die wie bei klassischen Medien die direkten Kontakte, wird aber erweitert um Kontakte zweiter Ordnung, die in den Konversationen und Dialogen entstehen. Dieses Modell hat die AG Social Media bereits beim Social Media Measurement Summit 2009 vorgestellt.

Vorteile von Tracking- und Panelmethodik

Für die Kontaktmessung gibt es grundsätzlich zwei Methoden: eine Messung durch Tracking oder Hochrechnung aus einem Panel. Der Trackingansatz bietet den Vorteil, dass auch kleinste Reichweiten technisch gemessen werden können. Allerdings setzt er aktive Teilnahme des Publishers voraus, da die Tracking-Tags in die Contentobjekte eingebaut werden müssen. Oliver Pischke, Geschäftsführer der spring GmbH präsentierte diese Methode, bei der jedes einzelne Contentobjekt, etwa ein einzelner Blogeintrag oder Kommentar, automatisch mit einem eindeutigen Tag gekennzeichnet wird, über den dann die Aufrufe getrackt werden.

Besonders problematisch wird der Trackingansatz, wenn die Möglichkeit zur Teilnahme für Publisher stark begrenzt ist, etwa durch hohe Lizenzgebühren oder komplexe technische Komponenten, die sich nicht einfach in gängige Content-Management-Systeme wie Wordpress einfügen lassen. Kleine und unabhängige Publizisten wie zum Beispiel Blogger würden dadurch per se ausgeschlossen. Auch die Zuspielung von Strukturdaten ist nicht unproblematisch.

Der Panelansatz, wie ihn Dirk Lämmerhirt von Nielsen vorstellte, vermeidet diesen Nachteil, da im Panel zunächst die Nutzung aller Webangebote gemessen wird. Die Zielgruppenstruktur kann auch direkt aus dem Panel abgeleitet werden. Um andererseits kleinere Angebote noch valide abbilden zu können, ist ein Panel von enormer Größe erforderlich.

"Mit panel- und webseitenbasierten Ansätzen sowie dem inhaltsbezogenen Monitoring haben wir drei leistungsfähige Herangehensweisen an das Thema Social Media Measurement. Jetzt gilt es, das beste dieser drei als Grundlage für eine neue Onlinewährung zu nutzen", so Benedikt Köhler, Director Digital Strategy & Research bei ethority und stellvertretender Vorsitzender der AG Social Media.

Standardisierung als Grundbedingung

Weitere Kennzahlen zur Qualifizierung des Content, wie etwa Tonalität, oder zur Messung der Aktivität, wie zum Beispiel Intensitätsmaße müssen ebenfalls in Grundzügen standardisiert werden. Werbewirkungsforschung sollte auf diese Kennzahlenstandards aufsetzen.

Sehr wichtig ist die internationale Vergleichbarkeit. Messsysteme, die einem deutschen Sonderweg folgen, sind nicht mehr zeitgemäß und können unter Umständen das Wachstum in diesem jungen Marktsegment behindern.

"Social Media sind heute ein fester Bestandteil von PR und Publizistik", erklärte Jörg Blumtritt, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Social Media. "Solide und allgemein akzeptierte Kennzahlen sind die Grundlage für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Dazu wollen wir mit der AG Social Media unseren Beitrag leisten, indem wir auch die Bedürfnisse der Marktpartner vertreten, die normalerweise nicht in den Branchengremien vertreten sind."

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Donnerstag, 18. Februar 2010

Zwölf Thesen für eine neue Mediaplanung: Fangemeinde statt Zielgruppe #mediamanifest

Zwölf Thesen für eine neue Mediaplanung

Fangemeinde statt Zielgruppe

Zwölf Thesen für eine neue Mediaplanung (Foto: fotolia.de/­MACLEG)

Die webguerillas legen ein umfangreiches Thesenpapier für ein künftiges System zur Messung von Mediawerten vor: In einem heute veröffentlichten Media-Manifest listet die Agentur für alternative Werbung zwölf Thesen auf.

1.) Communities versus klassische Content-Websites: Social Communities laufen den klassischen Medien, Contentsites und Portalen aktuell in der Gunst der Nutzer den Rang ab. Traditionelles Werbeverhalten und bisherigen Media-Währungen verlieren damit an Wert.

2.) Werbesog statt Werbedruck: Eine hohe Zahl an Werbekontakten ist kein Erfolgsparameter. Künftig geht es darum, Konsumenten zu animieren, zu aktivieren und ihr jeweiliges, persönliches Netzwerk in Kampagnen mit einzubeziehen.

3.) Fangemeinde statt Zielgruppe: Die klassische Zielgruppe gibt es nicht mehr. Benötigt wird ein Verfahren, das Markenfans Milieu übergreifend sicher identifiziert.

4.) Aktivitätsverlust statt Streuverlust: Der Begriff "Streuverlust" ist überholt. Grundlage ist künftig der individuelle Dialog mit dem Konsumenten.

5.) Tausend-Gesprächs-Preis statt Tausend-Kontakt-Preis: Der TKP sagt nichts über das Aktivierungspotenzial der Konsumenten aus. Dieses misst künftig der Tausend-Gesprächs-Preis als ein Parameter für den aktiven Dialog.

6.) Gross-Involvement statt Gross Rating Point: Es reicht nicht aus, den durchschnittlichen Werbedruck zu messen, im Web 2.0-Zeitalter kann auch die tatsächliche Werbewirkung ermittelt werden.

7.) Always on statt Einschaltquote: Jüngere Zielgruppen sehen TV immer öfter (nicht linear) übers Netz. Zeitgleich vernetzen sie sich in Communities und lesen die neuesten Nachrichten. Für diesen "Always-on"-Modus bedarf es einer neuen Messgröße

8.) Involvieren statt rezipieren: Der aktive Medienkonsument im Lean-forward-Modus ersetzt zunehmend den trägen Couch Potatoe.

9.) Markencontent versus Mediencontent: Die klassische Medienlandschaft löst sich auf: Brands und Blogger konkurrieren mit redaktionellen Contentsites um die Aufmerksamkeit der User.

10.) Echtzeit-Monitoring statt Reichweiten-Umfragen: Die derzeitigen Reichweiten-Umfragen sind im Web-2.0-Zeitalter ein Anachronismus. Sie führen zu einer unzureichenden Darstellung der Mediennutzung und müssen durch ein ganzheitliches Echtzeit-Monitoring ersetzt werden.

11.) Globales Dorf statt Nielsen-Gebiete: Die Einteilung der Deutschland-Karte nach Nielsen-Gebieten entspricht dem Postkutschen-Zeitalter. Es bedarf Einteilungen und Messgrößen, die dem kosmopolitischen Weltbild entsprechen.

12.) Markenbotschafter versus Werbeträger: Die in den klassischen Medien geschalteten Werbebotschaften verlieren weiter an Akzeptanz. Stattdessen berichten Multiplikatoren im Netz authentisch über ihre Markenpräferenzen.

Was ist ein Fan auf Facebook wert? Und wie misst man die Bedeutung eines Retweets auf Twitter? Lesen Sie auch das internetworld.de-Interview mit webguerilla-Inhaber David Eicher.

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Media Manifest: Was ist ein Facebook-Fan eigentlich wert? #mediamanifest

Webguerillas trommeln für eine neue Währung in der Mediaplanung


David Eicher 

David Eicher

Agenturen, die ihr zehnjähriges Bestehen feiern, tun dies gerne in Form einer Festschrift mit ihren gesammelten Werbewerken kund. Die Münchner Webguerillas verfassen lieber ein Manifest, in dem sie zum Teil sehr provokant neue Reichweitenwährungen für die Mediaplanung einfordern. Vornehmlich geht es dem Webguerilla-Chef David Eicher darum, „Umrechnungsgrößen zu entwickeln, die die alte und neue Medienwelt verbinden“.

 Aus vielen Gesprächen mit seinen Kunden wisse er, dass sie wissen wollen, wieviel die Kontakte zu 4000 Fans auf Facebook wert sind. „Bislang beschränkt sich die Messbarkeit aber nur auf die reinen Fanzahlen und nicht darauf, welchen Wert ein Fankommentar in einer Community hat“, erklärt Eicher weiter.

 Er ist der Meinung, dass die herkömmliche Mediaplanung mit ihren zahlreichen Währungen und Messgrössen in die Sackgasse geraten ist. Sein zwölf Punkte umfassendes Manifest will er als interdisziplinären Impuls verstanden wissen. Darin postulieren die Webguerillas zum Beispiel, dass die Social Communities den klassischen Content-Sites und Portalen in der Gunst der User den Rang ablaufen. Aus Zielgruppen werden Fan-Gemeinden, wovon jeder Einzelne erreicht werden kann, weshalb das Wort Streuverlust durch Aktivitätsverlust zu ersetzen sei. Entsprechend mutiert die tradierte Media-Messgrösse TKP (Tausend-Kontakt-Preis) zwangsläufig zum TGP, der für Tausend-Gesprächs-Preis steht und aus dem Gross-Rating-Point (GRP) wird das Gross-Involvement-Volumen (GIV).

 Zudem verliert der bisherige „träge Couch-Potato“, wie es in dem Manifest heißt, an Bedeutung: involvieren statt rezipieren laut statt dessen die Devise. Last but not least löst sich laut Auffassung der Webguerillas auch die klassische Medienlandschaft auf und Reichweiten-Umfragen werden durch Echtzeit-Monitoring ersetzt, in dessen Zuge die Nielsen-Gebite zu einem globalen Dorf verschmelzen, in dem die Markenbotschafter den Werbeträgern den Rang ablaufen.

 „Wir wollen damit eine Diskussion anstoßen, die längst überfällig ist, denn es geht um Lösungen für die Mediaplanung“, konstatiert Eicher. Bei den entsprechenden Gremien der Arbeitsgemeinschaft Media-Analayse (AG.MA) oder der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (AGOF), die sozusagen die obersten Währungshüter der deutschen Mediaplanung sind, wurde er noch nicht vorstellig. Dessen ungeachtet erklärt aber auch AGMA-Vorstandssprecher Hans Georg Stolz, dass „sich die Mitglieder der AGMA darüber schon länger Gedanken machen“.

 Und das gilt nicht nur für sie. Aus den gleichen Beweggründen formierte sich 2008 bereits die Arbeitsgemeinschaft Social Media, deren Vorsitzender Jörg Blumtritt von Tremor Media ist. Das Ziel dieser Arbeitsgemeinschaft ist „die Etablierung von Standards für die Vermessung und Erforschung von Weblogs und anderer Social Software“. Es wird offenbar Zeit, dass sich alle an einem Tisch zusammensetzen, um nach einer digitalen Einheitswährung zu suchen. ejej

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Donnerstag, 11. Februar 2010

Social Media wird Pflicht für BBC Redaktionen... #bbc #sm #journalism #socialmedia

BBC tells news staff to embrace social media

BBC journalists must keep up with technological change - or leave, the director of BBC Global News Peter Horrocks says

Q&A: Peter Horrocks on the BBC and social media

Peter Horrock Facebook/Twitter montage

Peter Horrocks: backing Facebook and Twitter. Photograph: Martin Godwin

BBC news journalists have been told to use social media as a primary source of information by Peter Horrocks, the new director of BBC Global News who took over last week. He said it was important for editorial staff to make better use of social media and become more collaborative in producing stories.

"This isn't just a kind of fad from someone who's an enthusiast of technology. I'm afraid you're not doing your job if you can't do those things. It's not discretionary", he is quoted as saying in the BBC in-house weekly Ariel.

Horrocks said that technology was changing journalism, adding that it was important for the BBC to leave a programme-based mindset behind and adapt to new technologies.

Internationally, news organisations already have professionalised their approach towards user content and social media. For CNN the deep integration of social media marked an important step in improving their reporting and get closer to their sources – as seen recently with the coverage of the Haiti earthquake.

For BBC news editors, Twitter and RSS readers are to become essential tools, says Horrocks. Aggregating and curating content with attribution should become part of a BBC journalist's assignment; and BBC's journalists have to integrate and listen to feedback for a better understanding of how the audience is relating to the BBC brand.

Following the creation of a social media editor post in October, this marks another fundamental change in the Beep's attitude towards social media.

Until now the broadcaster has been very cautious about social media. In the 160 pages of the BBC's 2009 editorial guidelines, social media are mentioned only once: the editors are warned to "consider the impact of our re-use" of social media content. Although placed in the public domain already it will bring it to a wider audience, and there might be some copyright issues, the guidlines say.

Horrocks's words mark a move in the opposite direction. As technology is changing the nature of journalism, the BBC is trying to keeping up with the pace. Horrocks, formerly head of the BBC's multimedia newsroom, finds clear words for it: "If you don't like it, if you think that level of change or that different way of working isn't right for me, then go and do something else, because it's going to happen. You're not going to be able to stop it."

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